Dienstleistungsgesellschaft? 2- Deutsche Post Angestellte

Das grelle Schellen der Haustürklingel weckt mich unsanft. Verschlafen trotte ich zur Sprechanlage, wahrscheinlich wieder irgendso ein Zeitungsjunge/-mädchen, denke ich mir, dass wie immer bei uns klingelt, erster Name, links oben. Ich murmele irgendwas, schrill tönt es zurück „Ja, hallo, ein Paket für Sie“ und ehe ich der Frau am anderen sagen kann „4. Stock, ganz am Ende rechts“, höre ich dreist „Ich stelle es Ihnen in den Aufzug, ja! Sie können es sich ja dann rausnehmen, kommt ja keiner!“. Ja, kommt ja keiner von den drei Anwälten, Sparkassenangestellten, zwei Psychiotherapeuten und Hausbewohner, die hier ständig ein- und ausgehen, besonders am Morgen. Gern hätte ich der Postfrau irgendwas Bösartiges entgegengeschrien, aber dafür war ich 1. zu schlaftrunken um zu denken und die Postfrau 2. auch schon im Hausflur mein Paket in den Aufzug stellend.
In den Filialen der Deutschen Post geht es nicht weniger inkompetent zu. Je länger die Schlange wird, desto desinteressierter wirken die Angestellten, so scheint es. Ein Plausch mit dem Paketmann hier, unmotiviertes Rumstehen da und wenn die Schlange schon fast bis auf die Straße reicht, verschwinden die Damen mal kurz, irgendwohin, wahrscheinlich um Briefmarken zu sortieren oder ähnlich unwichtiges. Von dem Gesicht, dass einem bei der Begrüßung am Schalter entgegengebracht wird, will ich gar nicht erst reden.

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