Monat: November 2009

I´m feeling supersonic

Die Auflösung von Oasis scheint mich doch mehr mitzunehmen, als ich wahrhaben wollte gedacht hätte und unterbewusst, ohne große Oasis-Tribute-Abende, schwer zu belasten. Warum sonst sollte ich davon träumen, wie Noel aus dem Gefängnis heraus (an den Grund seines Aufenthaltes kann ich mich nicht mehr erinnern) mit der Hilfe von Paul Weller ein Entschuldigungsschreiben an Liam verfasst, er die Band und Bruder zurück haben wolle. Mal abgesehen von dem ziemlich unwahrscheinlichen Aspekt, dass Noel zu irgendeinem Zeitpunkt seinen Bruder um Verzeihung bitten sollte, enthält dieser Traum auch möglichere Aspekte des Eintretens selbiger, veranlasst mich aber dennoch meinen Seelenhaushalt mit einem Gin Tonic genauer zu ergründen. Cheers.

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Remember when

Wenn die Welt morgen von Zombies bevölkert wäre, was würde Ihnen am meisten fehlen? Vielleicht die Menschen selbst, ein wenig Gesellschaft ab und an, die nicht darin besteht von Menschen fressenden Untoten gejagt zu werden? Ein ungefährlicher Schlafplatz, der nicht beim ersten Wegnicken zum Schauplatz bestialischer Blutorgien wird? Oder doch etwas so lebensnotwendiges wie Nahrung, Menschen ausgeschlossen?

Filmkritik zu Zombieland auf Filmriss.

King of the Hill

Woody Allen ist zurück in heimischen Gefilden. Nach fünf langen Jahren in Europas Großtsädten, meldet er sich mit einem Tribut an seine Heimatstadt zurück. Yeah, New York. Allen lässt „seine“ Stadt im besten Licht brillieren, die Charaktere seines neuesten Films „Whatever Works“ dagegen sind verschwurbelt wie immer, jedoch nicht weniger sympathisch.

Boris Yellnikov (Larry David) ist das Paradebeispiel eines Misanthropen: jedem gegenüber verachtungsvoll (selbst seinen Freunden), unfreundlich bis auf die Knochen, man möchte meinen er habe den Nihilismus mit der Muttermilch aufgesaugt. Selbst Molieres Menschenfeind ist dagegen ein gutmütiger Zeitgenosse, gar Hedonist. Auf diesen zwar hochintelligenten (ihm wurde fast der Nobelpreis verliehen), aber unwirschen, alten Kautz, der seine perfekte Ehe hinwarf, um nach einem Selbstmordversuch dem Tod von der Schippe bzw. dem Vordach des Hauseinganges zu springen, trifft eines Abends das knapp 20-jährige Landei Melodie (Evan Rachel Wood). Ausgehungert und abgemagert, nicht nur körperlich, auch psychisch. Die etwas dumme Nuss spornt Yellnikov zu zynischen Glanzleistungen und höhnischen Bemerkungen über seine Mitbürger an, aber nimmt sie dennoch zu sich auf, denn wie viele andere, lässt auch sie sich nicht davon abbringen ihr Glück im Big Apple zu suchen. Mit wunderlichen Wendungen für die Beziehung dieses ungleichen Paars.
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We carry on

Versuche seit Tagen wieder was geistreiches zu produzieren, für die Uni, für das Schreiben, überhaupt. Klappt immer nie, wenn man es zu sehr will, unter Zeitdruck erst recht nicht, nur der ist nun mal da. Eine Freundin von mir beschrieb ihre trennungsschmerzlichen Auswüchse gerade so: „irgendwie hat das nen schalter bei mir umgelegt, ich war irgendwie so alleine auf einmal und dann war das gehirn weg“.
Mein Hirn is Moment nicht weg, nur zerstückelt in seine Einzelteile und die einzelnen Teile finden nicht zusammen, wollen nicht, immer nur Leerlauf, mal macht das eine was, dann das andere, aber nie zusammen und am Ende endet alles in Tränen und Alkohol.

Once Around the Block

Hat auch irgendwie sein gutes, an zwei Straßen zu wohnen, vielbefahren, laut und mit dem Nötigsten drumherum. Straßenbahnen für die vereisten Tage, der Bäcker für den Morgenkaffee, der Konsum fürs letzte Bafög, der Späti für den nächtlichen Bierdurst, die Grundschule mit lärmenden Kindern, die man an schlechten Tagen der eigenen Cholerik aussetzen kann, die Post, zu der man nur zwei Schritte aus dem Hauseingang gehen muss, die Sparkasse, die gerade nervtötend und lärmend umgebaut wird, die dazugehörigen Trockenbauer, die das klemmende Fahrradschloss aufflexen und das Taxiunternehmen, dessen manchmal sehr grimmig dreinschauende Fahrer im tiefen Inneren ihrer doch freundlichen Taxifahrerseele ein Herz für unbeholfene Studentinnen haben und die Fahrradreifen aufpumpen. Ja, trotz Schlafstörungen mag ich meinen Kiez doch sehr.

I Can See a Liar

Bereits am Dienstag wurde bekannt, dass der MDR Bluttests im Zuge des Einstellungsverfahren bei seinen Bewerben durchführt. Auch NDR, WDR und der Bayrische Rundfunk räumten erst letzte Woche entsprechende Untersuchungen ein – um die Bewerber auf ihren Gesundheitszustand zu testen, womöglich mit Folgen für eine etwaige Einstellung.

Einen Arbeitsvertrag gebe es erst nach bestandener Untersuchung, berichtete die Dresdner Morgenpost am Mittwoch, 11. November 2009. Der Sprecher des MDR, Dirk Thärichen, bestätigte den Bericht gegenüber mephisto 97.6 und teilte mit, dass entschieden wird, ob ein Bewerber im Anschluss der Untersuchung für die Tätigkeit beim Sender gesundheitlich geeignet wäre oder nicht.
Wie man die Untersuchung besteht, wollte er nicht sagen, sicherlich jedoch nicht mit journalistischer Handfertigkeit und Intelligenz, die kann man nämlich nicht im Blut nachweisen. Hier weiterlesen