Once Around the Block

Hat auch irgendwie sein gutes, an zwei Straßen zu wohnen, vielbefahren, laut und mit dem Nötigsten drumherum. Straßenbahnen für die vereisten Tage, der Bäcker für den Morgenkaffee, der Konsum fürs letzte Bafög, der Späti für den nächtlichen Bierdurst, die Grundschule mit lärmenden Kindern, die man an schlechten Tagen der eigenen Cholerik aussetzen kann, die Post, zu der man nur zwei Schritte aus dem Hauseingang gehen muss, die Sparkasse, die gerade nervtötend und lärmend umgebaut wird, die dazugehörigen Trockenbauer, die das klemmende Fahrradschloss aufflexen und das Taxiunternehmen, dessen manchmal sehr grimmig dreinschauende Fahrer im tiefen Inneren ihrer doch freundlichen Taxifahrerseele ein Herz für unbeholfene Studentinnen haben und die Fahrradreifen aufpumpen. Ja, trotz Schlafstörungen mag ich meinen Kiez doch sehr.

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