Life is elsewhere

Wieso schreib ich im Traum eigentlich nicht mal der Erleuchtung nahe Abhandlungen über Thomas Hobbes´ „Leviathan“? Wieso beschäftigt mich John Nivens „Kill your friends“ verdammt nochmal mehr, als eine der wichtigsten philosophischen Schriften? Ich will nicht in der Nacht von blutigen Sexorgien, weggekoksten Nasescheidenwänden, vom Hals der Champagnerflasche knackenden Kehlköpfen träumen… Nicht dass das Buch nicht lesenswert gewesen wäre, aber umso schlimmer, dass bis auf die Morde, wohl größtenteils all die unzähligen, hochstaplerischen, untalentierten, sadistischen PR- und Musikwichser in den 90er und 00er tatsächlich so gelebt haben. Es ist zum kotzen. Sollen sie ja machen, sollen sie sich das Hirn wegkoksen und -saufen, aber es liest sich erniedrigend, gerade was den Umgang mit Frauen angeht, die durchweg zu nichts mehr als Triebbefriedigung dienen. Welch traurige Weltsicht.
Und dieser Scheiß beschäftigt mich tatsächlich mehr als die Aufklärung. Wahrscheinlich weil ich Hobbes Abhandlungen über einen gerechten Staat eher nachvollziehen kann, als Nivens steinzeitliche Weltsicht.

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