Monat: Juli 2011

Ending Start

Bonnie Prince Billy – Lay and Love

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Florence Welch UND Nathan Willet singen „Hospital Beds“

Oh. Mein. Gott. Wie großartig ist denn das: Florence Welch (Florence + The Machine) und Nathan Willett (Cold Ward Kids) singen zusammen auf dem Coachella Festival 2011 „Hospital Beds“. Ich glaube, das war das erste Lied, das man je von Florence hörte, bevor ihr Debüt Lungs 2009 erschien. Cover und Original sind natürlich beide auf ihre Weise großartig, aber im Duett potenziert sich die Schönheit dieses Liedes nochmal. Und dem Strahlen und Rümgehüpfe Florence‘ nach zu urteilen, muss es das erste Mal sein, dass sie mit Nathan Willett den Song von den Cold War Kids singt. Made my day.

Das Internet, Lektion 1

pophotshot or beschaving or debeschaving or fusion or festival or exit or novi or sad „de staat“ -strandtent

Das wurde mir gestern als Suchbegriff angezeigt, über den jemand auf mein Blog kam. Mehrere Fragen ergeben sich daraus:
Was ist ein Pophotspot? Ein Hotspot, an dem man am besten Sex haben kann? An dem die beste Pop-Musik läuft? „Beschaving“ ist Niederländisch und heißt „Zivilisation“ oder „Kultur“, zumindest sagt das Google, mein Niederländisch ist nämlich eher nicht ausgeprägt. Debeschaving ist ein Festival in Utrecht. Und anscheinend spielen De Staat auf diesem Festival, womöglich im Strandtent. Also verstehe ich, wie jemand über diese Umwege auf mein kleines Blog kommt, weil De Staat, Festival, Fusion etc.

Aber was ist das denn für ein Suchbegriff?! Mit einem Suchbegriff dieser Länge würde man nicht mal im bibliografischen Verzeichnis irgendeiner Bibliothek das gewünschte Buch finden, denn je länger der Begriff, desto mehr ungenaue Ergebnisse. Das Gleiche gilt dementsprechend für die Suche im Internet: Je kürzer, knapper und expliziter man mit Begriffen nach etwas sucht, desto genauer und eher findet man das Gewünschte.

„Wir wünschen euch weiterhin so schlechtes Wetter“ (206) – Fusion 2011

Привет печаль!

To the guy who stole or dope: Watch out for the pink ones, they can kill you. (Winther)

So schlimm verdrogt, wie mir Freunde vor meinem ersten Fusion-Besuch erzählten, war das Festival dann doch nicht bzw. hat es mich nicht interessiert. Drei Angebote wurde mir unterbreitet, eines während des Wartens in der Schlange auf eine warme Dusche, was eventuell das pornöse Rumgemache eines Pärchens in den offenen Kabinen erklärt. Generell aber hatten die LSDAcidwasweißich-Verkäufer wohl eher damit zu tun, ihre Drogen vor dem Ertrinken während des fünftägigen Dauerregens zu bewahren und sicherlich auch irgendwann Absatzschwierigkeiten wegen den schon am Samstag unzählig abreisenden Festivalgästen.

Durchhalten lohnte sicher aber trotzdem: Mit Future Islands, Ez3kiel vs Hint und Mogwai allein hätte das Festival am Donnerstag schon enden können. Bei Sexy Sushi am Freitag verstand ich zwar das Französisch nicht, Spaß haben die Elektrobretter von Rebeka Warrior und Mitch Silver trotzdem gemacht. Zuvor verliebte ich mich noch in die amerikanische Punk-Grunge Band Screaming Females und am Samstag auch in die Holländer von De Staat, die einige der perfektesten Rock-Songs schreiben, die ich seit langem gehört habe. The Toxic Avenger möchte ich beim nächsten Mal nicht im strömenden Regen von weitem hören, sondern tatsächlich auch sehen und mit Bier in der Hand dazu tanzen. Und dann kamen am Sonntag Secret Shiefs 3, die sich zwei Stunden lang durch alle Genres und Filmsoundtrack-Melodien spielten und jede Droge überflüssig machten.

Nächstes Jahr dann: Alte Hangare und Spielplätze für Erwachsene erkunden, barfuß tanzen und in Hängematten liegen, aber nicht im Matsch und mit Regenschirm, sondern mit Bier in der Hand und auf der Wiese. Dann gefallen mir vielleicht auch fünf Tage Dub-Step-Dauerbeschallung und Techno-Gedöhns.


Die meisten Mädchen und Jungs fanden Glitzer im Gesicht passend und nötig, ich steh ja mehr auf Diskokugeln und Glitzer woanders.

Schönes Wetter gab es bis Freitag Abend:

Ab hier schlechte Laune: