Monat: Mai 2012

Albumrezension: Hanne Kolstø – Riot Break

Hanne Kolstøs grandioses Debüt „Riot Break“ erschien in Deutschland am 11. Mai. Auf dem SPOT Festival durfte ich sie ja schon vorab interviewen und mit ihr über ihre Idole und Einflüsse, persönliche Freiheit und Wahrheit reden. Ein ganz feiner, sympathischer, lustiger Mensch ist die Norwegerin.

Hier gibt’s jetzt meine Besprechung für detektor.fm. (Wer das Ganze lesen möchte, kann das auch gern drüben auf detektor.fm tun.) Viel Spaß beim Entdecken großartiger Musik!

Albumrezension: Hanne Kolsto – Riot Break
(Klicken, hören, Hanne Kolstø auch toll finden)

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SPOT Festival 2012 in Århus (3)

Letzten Donnerstag lief auf detektor.fm mein Beitrag zum SPOT Festival, wie es organisiert ist, wer dahinter steckt, wem es nützt, was es will und überhaupt: Was neben Musik und dänischem Bier, noch so geschah – nämlich gute Gespräche mit Musikern, Labelmenschen und Festivalorganisatoren über die skandinavische Musikszene.

Musikparadies Skandinavien – Das SPOT Festival 2012
(Klicken, hören, auch nach Århus wollen)

Zu Wort kommen:

  • Gunnar Madsen, Chef des SPOT Festivals
  • Mads Rønbjerg von dem tollen, kleinen Berliner Label Für Records
  • Steffi von Kannemann von Nordic by Nature, die skandinavische Musik in Berlin promoten
  • Tobias Kippenberger von der dänischen Band The Floor Is Made Of Lava
  • und Max Winding von der ebenfalls dänischen Band Freja Loeb

AKA… What A Life!

Every day is like sunday. Wenn dem so wäre, wäre ich nach einem solchen Sonntag wie dem vergangenen schon tiefenentspannt, auch wenn die 50 bis 60 Kilometer Fahrrad fahren von Berlin zum Müggelsee und zurück wiederum nicht die einfachsten waren. Aber dann in Rahnsdorf: Sonne, Wasser, Bier, Fisch, Sonne, Bier, Sonne, Bier, Sonnenuntergang, Bier.

SPOT Festival 2012 in Århus (2) -Neuentdeckungen

Das Sympathische am SPOT Festival ist ja, dass es kein großes, kommerzielles Festival ist, sondern vom Staat gefördert wird, um kleine skandinavische Bands einem internationalen Publikum bekannt zu machen. Klein und unbekannt heißt aber nicht gleich schlechter, weshalb die Bands – zumindest die, die ich gesehen habe – alle durchweg gut waren. Ob man den Stil einer Band dann mochte oder nicht, ist zwar die eine Sache, die andere ist, dass die Qualität der Musik durchweg hochwertig war. Es scheint, als wüssten die skandinavischen Musiker, was sie machen.

Neben all den großen skandinavischen Bands wie The Raveonettes, The Hives, WhoMadeWho etc. gibt es also eine Menge kleinerer Bands, in die es sich unbedingt lohnt reinzuhören. Deshalb stelle ich an dieser Stelle ein paar der Bands vor, die ich auf dem SPOT gesehen, für großartig befunden und zum Teil interviewt habe.

1. Die sympathische Norwegerin Hanne Kolstø, mit der ich auch ein Interview führen durfte, hat das für mich schönste und wahrhaftigste Lied der letzten Zeit geschrieben: „Don’t Want To Be Happy In The Moment I Want It To Last“.

2. Rosemary ist eine iranisch-norwegische Kollaboration des Ehepaares Sahar Pour/Lasse Martinussen, das verstörenden, mit dicken Bässen unterlegten Elektro macht. Definitiv eines der besten Konzerte auf dem SPOT.

3. Darkness Falls kannte ich nur, weil sie die Vorband der Shins in Berlin und live ziemlich toll waren. Auf dem SPOT durfte ich die eine Hälfte des Duos, nämlich Josephine Philip, interviewen und herausfinden, dass sie mindestens drei Mal so sympathisch ist, wie sie sich cool auf der Bühne gibt.

4. Mein Ohrwurm der letzten paar Tage kommt von dem Dänen Jesper Madsen alias Echo Me. Er spielte „Left From The Fire“ direkt im Anschluss an unser Interview in einer tollen Akustik-Version.

5. Der Sänger von The Floor Is Made Of Lava, Tobias Kippenberger, klingt live original wie Kelly Jones von den Stereophonics, was nichts schlechtes sein kann. Das Interview mit den hinreißenden Redneck-Dänen folgt irgendwann.

6. The Megaphonic Thrift, die ein bisschen härter, aber nicht ganz so verstörend wie Yuck klingen, spielten ein großartiges, ziemlich lautes Konzert.

7. Interessanterweise klangen Simon Says No! live eher wie Foals, das Lied lässt jedoch mehr an My Bloody Valentine erinnern. Was ja beides auch nicht unbedingt schlecht ist.

8. Ziemlich viel Spaß machten auch die Finnen Zebra & Snake, deren Album-Release-Party nächsten Mittwoch in Berlin stattfindet.

9. Keith Canisius klingen in „Openness Is Dreaminess & Everything In Between“ fast ein bisschen wie die fröhlicheren, poppigeren Sigur Rós.

10. Ein wenig schüchtern war Freja Loeb im Interview. Auf der Bühne merkt man der Dänin, die lieber in New York leben würde, nichts von ihrer Introversion an.