Mittagstisch und deftige Snacks im Kowski in Moabit

Wer in Moabit mittags gut essen oder abends stilvoll trinken will, der musste bis vor Kurzem noch etwas länger suchen oder gleich in andere Teile Berlins fahren. Doch Moabit kommt – das zeigen nicht nur die zahlreichen Events in der schönen Arminiusmarkthalle, sondern auch die vielen Bars und Cafés, die in letzter Zeit zuhauf aus dem einst grauen Beton sprießen. Besonders die Wilhelmshavener Straße zwischen den U-Bahnhöfen Birkenstraße und Turmstraße scheint zum neuen Mekka hungriger und durstiger Moabiter geworden zu sein. Bereits 2016 hat auch das Kowski – Prost und Mahlzeit hier seine großen Ladenfenster eröffnet. Zuletzt fand hier ein türkisches Café Unterschlupf, jetzt lädt das Kowski zum gemütlichen Zeitvertrödeln bei Bier und deftigen Speisen ein.

Das Kowski betreiben die Freunde und Selfmade-Gastronomen Franziska und Björn (der schon im Kapitel 21 hinter der Bar stand), die ganze drei Jahre lang nach einer passenden Location gesucht haben. So schön, wie es jetzt aussieht, war es zum Einzug natürlich nicht. Elektrische Einleitung waren quasi nicht vorhanden, die unverputzten Wände haben die beiden quasi direkt übernommen und die schöne Bar musste auch erst noch gebaut werden, ebenso wie die gesamte Küche. Deshalb, so erzählt mir Franziska, schloss das Kowski direkt nach den ersten paar Wochen auch wieder vorübergehend, damit sich die Gäste hier nicht nur „Prost“, sondern auch „Mahlzeit“ zurufen können.

Jetzt kann man hier nicht nur ziemlich gute Drinks zum Wochenende und Feierabend genießen, sondern auch Mittag essen – und das für ziemliche moderate Preise und ordentliche Portionen. Zur Auswahl stehen eine Woche lang jeweils drei Speisen, dann wechselt die Karte. Zudem gibt es täglich ab 10 Uhr Frühstück (sehr zu empfehlen ist das Shakshuka) sowie für Zwischendurch kleine, deftige Speisen wie Schmalz-Stulle, saure Gurken oder ein Schinken-Spiegelei-Brot mit Wodka – genau das Richtige für eine schnelle Stärkung oder den Dursthunger.Im Kowski geht’s hier und da international zu, aber die Grundausrichtung ist ganz klar osteuropäisch, sagt Franziska, nicht zuletzt deswegen haben sich die beiden Betreiber auf den Namen Kowski geeinigt, der, Berliner werden’s schon erkannt haben, vom schönen Grußwort „Tschüssikowski“ stammt. In dem Sinne: Tschüssi Kowski und bis bald!

erschienen auf mitvergnuegen.com

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