Surfer Blood

Actors Against Acting Athletes

Und das gilt nicht nur für Sportler, sondern auch für die meisten Sänger, Models und andere nicht-schauspielernde Berufsgruppen.

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meinUnterricht.de ist für den Act for Impact Award nominiert

Nicht nur, dass K.lab Berlin mit meinUnterricht.de für den Hauptpreis des Act for Impact Awards der SEA Akademie nominiert ist, der am 4. Juli vergeben wird. Wir haben auch die Chance beim Publikumsvoting auf Facebook 10.000 Euro zu gewinnen!

Deswegen ist meine Bitte an euch: Geht schnell auf Facebook und stimmt für K.lab Berlin! Bis Mittwoch ist noch Zeit.

Jetzt für K.lab Berlin voten!

Ich danke euch allen sehr!

[Hinweis: Ich arbeite für K.lab Berlin]

Dinosaur Jr. Cassette Trilogy

Ab 16 Uhr kann man auf Joyful Noise ein ziemliches badass Kassetten-Boxset der ersten drei Dinosaur-Jr.-Alben „Dinosaur“, „You’re Living All Over Me“ und „Bug“ kaufen. Da es auch wie die Kassetten-Veröffentlichung von „Bug“ im Juni wieder limitiert ist, diesmal auf 500 Stück, werde ich punkt 16 Uhr meine Daten mit zittrigen Händen in den Computer hacken und darauf hoffen, schnell genug gewesen zu sein.

Viel Glück all denen, die das Teil genauso sehr haben wollen wie ich.

Paint it Black

Ich mag ja Menschen, die schöne Sätze schreiben, zum Beispiel solche wie diese:

DŸSE sind das Ergebnis einer gedanklichen Querfeldeinfahrt: da wo andere die asphaltierte Rap-, Indie-, Electro- oder Metal-Straße nehmen und immer schön auf die Geschwindigkeit achten, heizen Jari Rebelein und André Dietrich über Feld, Stock und Stein. Alles geht, nichts muss.

Bei Saviours hat die musikalische Sozialisation definitiv andere Spuren hinterlassen als bei der Vorband. Die Kalifornier nennen Heavy Metal-Legenden wie Motörhead, Scorpions, ZZ Top, Saxon, Judas Priest und Dio als Vorbilder. Dementsprechend reizüberfluten sie das Publikum nicht wie Ramming Speed, nach denen man sich fragt, welche Farbe das Auto eigentlich gerade hatte, von dem man überfahren wurde. Bei Saviours sieht man, dass die Karre schwarz ist, hört aus dem Inneren Rock and Roll-schwangeren Heavy Metal mit düsteren Riffs und weiß: die fahren nach ganz unten.

Über Musik schreiben ist ja wie zu Architektur tanzen nicht die einfachste, journalistische Kunst. Da müssen dann ein paar Vergleiche her, um das Hörerlebnis zusammenzufassen. Wenn mir dann beispielsweise Hardcore- und Metal-Musik anhand der Farben des Malkastens erklärt wird, dann muss ich die Musik deswegen nicht besser finden, aber ich beginne diesen Wust aus Geknüppel und undurchschaubaren Riffs ein bisschen besser zu verstehen, und erfreu mich gleichzeitg noch an schönem Schreibstil.

Also: wer entweder auf die Musik von Bands wie Saviours, Kvelertak, DŸSE oder Black Math Horseman steht, oder mal ordentliche Konzertkritiken und interessante Interviews lesen will, der sollte jetzt sofort den Blog von Karsten Ein Kasten Kohle lesen.

The Naked and Famous Studiokonzert bei KCRW

KCRW, der Radiosender, den jeder regelmäßig hören sollte (ich schließe den Appell an mich mit ein), hatte schon vor einiger Zeit die neuseeländische Band The Naked and Famous für ein Studiokonzert zu Besuch. Das hatte ich mir auch schon vor einiger Zeit angeguckt, dachte mir aber erst jetzt, dass man das ja mal teilen könnte. Die Single „Young Blood“ hatte ich damals auf Viva (!) entdeckt und nach einigen Hypescheiße-Diskussionen mit Freunden, mehrmaligen Höres des Albums „Passive Me, Agressive You“ und diesem feinen Studiokonzert steht fest: Hype gerechtfertigt. Großartige Band.

(Weil sich der Player gerade nicht einbetten lässt, an dieser Stelle nur die „Young Blood“-Performance. Den Rest solltet ihr euch auf jeden Fall hier anschauen)

That Great Love Sound

Soviele Lieblingsretro-Shoegazer-Rock’n’Roller-Surf-Punker, die ganz bald ihre neue Alben veröffentlichen:

  • The Raveonettes, deren fünftes Album „Rave in the Grave“ am 4. April erscheint. Einen ersten Eindruck gibt „Forget That You’re Young“ (hier kostenlos), das wieder mehr nach den frühen Raveonettes und nicht ganz so candy-poppig, wie „In And Out Of Control“, klingt.
  • Das neue Lied der Dum Dum Girls, „He Get’s Me High“, kann man für umme hier runterladen. Schließt sehr gut und nahtlos an das erste Album „I Will Be“ an. Ich werde wohl auf das Konzert am 11. April in Berlin gehen, denn live sind sie definitiv besser als auf Platte.
  • Auch die Vivian Girls sind generös und schenken der Welt ein etwas ungewönhlich schief gesungenes, aber bezauberndes Lied, nämlich „I Heard You Say“ von „Share the Joy“, das am 14. April erscheint.
  • und „Belong“ von The Pains of Being Pure at Heart, das am 25. März erscheint, gibt es zum Komplettanhören auf der Visions-News-Seite und die erste gleichnamige Single „Belong“ hier, die für ihre guten, poppigen Verhältnisse ziemlich episch klingt.

Jimmy Kimmel hat sie alle

Den amerikanischen Late-Nighter Jimmy Kimmel habe ich bisher größtenteil nicht wahrgenommen, weil ich zu sehr mit John Stewart beschäftigt war. Ein Fehler, wie sich gestern herausstellen sollte. Denn Kimmel scheint mit allen großen, amerikanischen Schauspielern/Musikern, die sich nicht allzu ernst nehmen, per Du zu sein, so dass seine Sketche regelmäßig vor Stars wimmeln.

Kimmel ist mir in Videoform das erste Mal 2009 begegnet, als seine damalige Freundin und Kollegin Sarah Silverman ihm einem bösen Streich in einer Show Jimmy Kimmel Live! spielte und in einem Video behauptete mit Matt Damon Sex zu haben. Das Ding hieß „I’m fucking Matt Damon“ und wurde zu einem ziemlichen Internethype. Kimmel schlug mit gleichen Waffen zurück, indem er sich Matt Damons Buddy Ben Affleck sprichwörtlich an die Brust nahm und in einem ähnlichen Video antwortete: „I’m fucking Ben Affleck„. Seitdem tragen Damon und Kimmel eine nicht ernstgemeinte Fehde aus, während er und Affleck eine Art Busenfreundschaft pflegen.

Mit dem Wissen darüber, machen nämlich auch die folgenden Videos gleich viel mehr Spaß. In dem ersten sitzen einige der schönsten Männer Hollywoods an einem Tisch (!) und stimmen darüber ab, wer in den „Handsome Men’s Club“ aufgenommen wird und Kimmel als Vorstand rauszuwerfen, weil er nicht handsome genug sei. Das ist an einige Stellen so herrlich sinnlos, dass man fast die Botschaft vergisst.

Auch in seiner Show vom 27. Februar ging es um Schönheitswahn, diesmal in Form eines Fitnessvideos, das wiederum einige der schönsten Frauen, „which fill the big screens and the skinny jeans“, versammelt. In sexuell suggestiven* Posen machen sich zum Beispiel Scarlett Johansson und Jessica Biel für Kimmel zum Affen, nur um in den „Hottie Body Hump Club“ aufgenommen zu werden. In sprachlicher Hochform und in einem stilechten 80er Fitness-Outfit kommentiert Kimmel die Übungen der Hollywood-Stars.

Wer bei diesen Videos keine Tränen lacht, der hat keinen Humor.

*Formulierung geklaut

In Heat

Nach dem sehr verstörenden, sehr sehenswerten Video zu „We are Water“ geht’s im neuen, wieder sehr sehenswerten Clip der USA Boys von HEALTH etwas friedlicher und gediegener zu – also für Sex, Drugs and RocknRoll-Maßstäbe einer Experimental-Noise-Rock-Whatever-Formation aus Los Angeles gediegen. Regie führte John Famiglietti und für die atmosphärisch berauschenden schwarz-weiß Bilder ist wie schon bei „We are Water“ Matt Lloyd verantwortlich. USA Boys ist die erste Singelauskopplung aus dem in wenigen Tagen erscheinenden „Disco2“.

Die Single gibt es hier für umme zum Download. Das Video an dieser Stelle:

Theme from Space Island

Lag schon etwas länger in meinem Postfach, denn manchmal hab ich einfach keine Lust Newsletter zu lesen, auch wenn sie von den stets amüsanten Grand Hotel von Cleef-Mannen kommen. Hier also, auch passend zu dieser schon einmal geposteten Zitatensammlung, das „Das Technik-Medienkritische Gedicht zur Weihnachtszeit!“ (nach zwei Tage aufheiternder Endzwanzigerlektüre (was ich zwar noch nicht bin, aber trotzdem das Benannte meist stark nickend bejahen kann, auch mit Anfang 20) „Und plötzlich ist später jetzt“ von Elena Senft).

„Ich wünsche mir kein ifone, ich wünsche mir kein Chrome.
Ich wünsche mir keinen Touchscreen, den hatte ich nämlich schon.
Brach zusammen, dieser Wichser, unter meinem gentle Touch.
Ich hörte dann AC/DC und dachte „touch too much“.
Ich wünsche mir kein Google und auch keinen Twisteraccount.
„Was? Torrent ist keine Metalband?“ Ihr seht mich erstaunt!
Ist Facebook Myspace nur ohne Musik?
Deine Terrabyteplatte ist legal voll? Dass es so was überhaupt gibt!
Wieso brauche ich um zu arbeiten acht USB Kabel?
Ich möchte gar nicht Mitglied sein in diesem Highendtech User-Adel.
Ich wünsch mir nur Ruhe und drei Punkte für alle.
Das Leben ist einfach zu häufig wie Magdeburg gegen Halle.“

Und jetzt Nick Hornbys „A long way down“. Passend zur Weihnachtszeit.